Aufwärmen - lösen - versammeln

so machen wir's

Eines bleibt bei uns seid langer Zeit jeden Tag gleich:

 

das Vertrauens- und Aufwärmtraining vor dem Aufsitzen:

 

das Pferd/Pony wird zuerst auf seiner Schokoladenseite 1-2 Runden geführt, dann 2-3 Rundenauf der Zitronenseite.

Die Handwechsel werden nur in großen Bögen ausführen, also z.B. durch die ganze Bahn wechseln oder eine übergroße Kehrtvorte führen !

1. Nachgurten.

Dann geht es wieder auf der Schokoladenseite mit mind 1 Runde weiter, bei der sanfte Bögen geführt werden, auch gerne über 1-2 Stangen; auf der Zitronenseite sind 2-3 Runden auf die gleiche Art dran.

Zur Überprüfung des Teams "Mensch-Pferde" werden Schrittvariationen geführt: Arbeitsschritt, starker Schritt und "Schleichschritt" sowie eine besondere Stangen-Lektion:

Anhalten genau vor der Stange, 3mal tief durchatmen, (Pferd soll dabei immer stille stehen,)

Vorderhufe über die Stange setzen lassen,  loben, 3mal tief durchatmen,
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Hinterhufe über die Stange setzen lassen, loben, 3mal tief durchatmen,

im Arbeitsschritt weiterführen.

Könner machen das nicht nur mit den Hufpaaren sondern auch mal Huf für Huf.

2. Nachgurten

und zur Aufsteighilfe gehen und einparken, dann sanft aufsitzen.

(Warum ALLE mit Aufsteighilfe aufsitzen? Weil das arme Pferd das 4fache des Reitergewichts ausgleichen/gegenhalten muß, wenn wir den Steigbügel benutzen würden (und wenn wir dabei nicht jedes Mal die Serite wechseln täten, führt das unweigerlich zu Verspannungen . DAS mag denen nix aumachen, die ihre Pferde wie die Unterwäsche wechseln oder sie bedenkenlos mit 8-10 Jahren in die Wurst geben; aber wir reiten unsere Pferde artgerecht bis ins sehr hohe Alter!)

Das Pferd ist nun vorbereitet, hat den Menschen als verläßlichen Chef kennen gelernt und es ist kein Kampf um Kompetenzen im Sattel nötig, wenn mit solchen Lektionen die Zuständigkeiten vorab geklärt wurden.

 

Die ganz Alten werden auch genauso weiter gearbeitet: wie zuvor im Schritt geführt, wird jetzt geritten.

 

( Aber auch jungen Rössern tut das gut, wenn sie sanft aufgewärmt und gymnastiziert werden....! )

 

Dabei auf das korrekte Untersetzen der Hinterhand achten, persönliche Schwierigkeiten physiologisch sinnvoll bearbeiten, alo z.B. die kranke Seite weniger stark fordern, aber nie komplett ausparen, es sei denn, der Tierarzt hat es so verordnet.

 

und

 

die Handwechsel anfangs nur in sehr großen Bögen ausführen,

 

also z.B. durch die ganze Bahn wechseln oder aus dem Zirkel wechseln oder

 

eine übergroße Kehrtvorte reiten.

 

Es folgen sanfte Bögen wie z.B. einfache Schlangenlinien an den langen Seiten oder sanfter Slalom auf der Mittellinie.

 

Je wärmer und elastischer das Pferd wird, desto intensiver wird in Richtung Versammlung  geritten: Die Hinterhand wird motiviert, stets gut unterzusetzen.

 

Jede Ecke wird genutzt, um das Pferd sanft mit Gewicht und /oder dem inneren Schenkel nach außen tief in die Ecke zu schieben und sich dabei zu biegen.

 

Nun kommen auch Schlangenlinien durch die ganze Bahn dazu, anfangs nur gebogen geritten, alsbald auch wie in den Ecken mit Seitwärtsverschiebung und Biegung.

 

So wird das Pferd immer weicher und wir können bald zur Auflockerung immer mal wieder eine lange Seite im lockeren Trab einbauen. Das fördert den Schwung, der bei den Bögen sonst leicht verloren geht, wenn der Reiter nicht aufpaßt und immer wieder korrigiert.

 

(spätestens jetzt sollten wir nochmal den Sitz des Sattels prüfen)

 

 

 

Je nach Gesundheitszustand können jetzt Zirkel geritten werden, schön groß ausreiten, nach 1-2 Runden aus dem Zirkel wechseln und so weiter bis wir ca. 2 "Achter" geritten sind.

 

Ganze Bahn mit lockerem Trab wäre nun eine gute Abwechslung.

 

Dann geht es im Schritt auf den Mittelzirkel, nach der ersten perfekten Runde wird der Zirkel verkleinert, dabei auch gerne das erfahrene, gut ausbalancierte Pferd über 1-2 Stangen treten lassen; anschließend den Zirkel wieder vergrößern, auf die ganze Bahn gehen und locker eine Runde traben; ggf mit Tempowechseln von kurzer zu langer Seite.

Ein gesundes Pferd ist nun bereit, alle Lektionen auch im Trab zu gehen bzw im Gangarten- und Geschwindigkeits-Wechsel.

 

Mit einem lockeren Galopp, der alsbald auch auf den Zirkel versammelter geritten werden kann, ist das Ziel eines durchlässigen, freudig mitarbeitenden Pferdes erreicht.

Jetzt kann z.B. an 1-3 neuen/ peziellen Lektionen "gefeilt" werden. Siehe nächtes Kapitel unten.

 

 

 

Noch etwas Wichtiges:

 

Bitte nie mehr als 3 Wiederholungen reiten, eher weniger: Aufhören, wenn es perfekt klappt, aber s.o. spätestens nach der 3. Wiederholung.

 

 

 

Klappt etwas nicht: Die Übungen vereinfachen, in einzelne "Bausteine" zerlegen und diese einzeln üben.

 

Später (in der Woche!) kann man alles wieder hintereinander probieren.

 

 

 

Reitet lieber weniger aber durchdacht und korrekt

 

und gönnt dem Pferd dann seine Ruhe,

 

als daß Ihr immer und immer wieder das Gleiche probt und

 

es doch nicht wirklich besser wird - dann muß man sich etwas ganz Neues überlegen und das in kleinen Abschnitten erarbeiten.
Sonst wird das Pferd sauer und hat keine Lust mehr, mitzumachen !

 

 

 

Und noch etwas:

 

Gönnt dem Pferd zwischendurch alle 2-3 Lektionen mal eine halbe Runde Entspannung, also weit ausschreitenden  Schritt am langen Zügel - so könnt Ihr verschnaufen und Euch entspannen für neue Aufgaben und das Pferd auch.

 

Ein freudig mitarbeitendes Pferd wird es Euch danken, wenn ihr so rüchsichtsvoll seid.

 

 

Viel Erfolg!

Dressurlektion für gesunde Pferde  -  so machen wir's:

(Man kann die vorgeschlagenen Lektionen nur bei optimalen Bodenverhältnissen genau so reiten ! Bitte paßt Tempo und Gangart dem Boden an - nicht immer hat das Pferd guten, ebenen, griffigen Boden unter den Hufen....)

 

Das Pferd ist aufgewärmt und willig? Dann geht's jetzt konzentriert zur Sache:

 

je 1-3 Runden Schritt auf dem Zirkel auf beiden Händen exakt ausreiten;

2-4mal durch die ganze Bahn wechseln hintereinander weg, dabei das Pferd tiiief in die Ecken reiten ;

und auf der Wechsellinie das Tempo verstärken.

In der 2. Ecke der kurzen Seite antraben. 1mal herum. Schritt. Durch die halbe Bahn wecheln und die Aufgabe auf der anderen HAnd wieder holen.

Mitte der langen Seite eine übergroße flotte Volte reiten und aus der Volte antraben bis zur 2.Ecke der kurzen Seite, Schritt,

durch die halbe Bahn wechseln im starken Schritt, 

Mitte der langen Seite eine übergroße flotte Volte reiten und aus der Volte antraben bis zur 2.Ecke der kurzen Seite, Schritt,

durch die halbe Bahn wechseln im starken Schritt,

beim Erreichen des Hufschlags antraben,

2. Ecke der kurzen Seite angaloppieren; 1 1/4mal herum(Mitte der 3. langen Seite zum Schritt kommen, fleißig weiter reiten,

aus der nächsten Ecke kehrt

2. Ecke der kurzen Seite angaloppieren; 1 1/4mal herum(Mitte der 3. langen Seite zum Schritt kommen, fleißig weiter reiten,

2. Ecke der kurzen Seite antraben

ab Mitte der nächsten kurzen Seite auf dem Zirkel geritten 2mal herum, aus dem Zirkel wechseln, 2mal herum, ganze Bahn.

2. Ecke der kurzen Seite antraben

ab Mitte der nächsten kurzen Seite auf dem Zirkel geritten 1mal herum, in X angaloppieren für 1 1/2 Runden, dann Trab

aus dem Zirkel wechseln, 1mal herum, in X angaloppieren für 1 1/2 Runden, dann Trab ganze Bahn. Mitte der langen Seite Schritt.

Zügel langam maus den HAnd kauen lassen für 1 Runde;

wenn es paßt: am langen Zügel travers reiten/Viereck verkleinern und vergrößern  oder ähnliche sich anbietende Seitengänge erarbeiten.

Entspannungsphase am hingegebenen Zügel für z.B. eine große Runde um die Weide auf der Zitronenseite.

Halten, loben, absitzen,

Pferd absatteln; dabei auf Hautläsionen achten; Pferd versorgen und entlassen.

 

 

 

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